Gemeinwohlorientiertes Geld- und Finanzsystem

Vortrag mit Joachim Langer

Über 10 Jahre nach der Finanzkrise sind wirkungsvolle Reformen für diesen Sektor ausgeblieben. Die Finanzmärkte dominieren die Realökonomie immer noch.
Die Finanzkrise ist in die Euro-Krise übergegangen, Spekulationen und Intransparenz sind weiterhin zentrale Bestandteile eines ungebändigten Kapitalmarktes. Systematisch erfolgt auch heute noch die Privatisierung der Gewinne und die Sozialisierung der Kosten.
Statt einen Beitrag zur Lösung der aktuellen sozialen und ökologischen Herausforderungen zu leisten, betreibt das Finanzsystem weiterhin eine Umverteilung des Vermögens hin zu den Reichen. Wie vor 10 Jahren besteht nach wie vor bzw. wieder die Gefahr, dass eine weltweite Krise ausgelöst wird.
Wie kann eine Reform des Finanzystems aussehen, die der Realwirtschaft und der Gesellschaft – dem Gemeinwohl – dient?
Aus Sicht der Gemeinwohl-Ökonomie sind Reformen in mehreren Bereichen dringend erforderlich: Verkleinerung und Stabilisierung des Finanzsektors, Demokratisierung des Finanzsystems sowie Neuausrichtung auf nachhaltige Investitionen.
Ziel des Vortrags ist es Wege aufzuzeichnen, wie die Finanzwirtschaft wieder an unseren demokratischen Werten ausgerichtet werden kann, so dass sie Mensch und Umwelt dient.

Mittwoch, 15.01.2020, 19:00
vhs Reutlingen, Haus der Volkshochschule, Spendhausstr. 6, Saal
8,00 €

Zur Anmeldung

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29.11. bis 1.12.: IMI-Kongress „Rüstung digital“

Am kommenden Wochenende findet wieder der jährliche Kongress der Informationsstelle Militarisierung (IMI) statt, wie jedes Jahr unterstützt von Attac Tübingen.

Los geht es wie immer am Freitagabend, ab 19 Uhr mit einer KüFa und anschließend einem bunten Abend in der Hausbar des Wohnprojekts Schellingstrasse. Am Samstag (ab 12h) und Sonntag (ab 10h) findet der eigentliche Kongress im Schlatterhaus statt. Der Eintritt ist frei. Das Thema lautet dieses Jahr:

„Rüstung digital – Neue Technologien für neue Großmachtkonflikte“

Mit der verstärkten Ausrichtung auf Konflikte zwischen Großmächten erhält auch die Auseinandersetzung um die Führerschaft bei militärisch relevanten Technologien einen neuen Stellenwert. Allerorten ist von sog. „Sprunginnovationen“ die Rede, technische Quantensprünge, die es vor der Konkurrenz zu entdecken und zu implementieren gelte. „Digitalisierung“ ist dabei nicht nur ein Modewort, sondern die Vision von einer umfassenden „Kampfwertsteigerung“ mit der Unterstützung durch Künstliche Intelligenz. Sämtliche Komponenten der Kriegführung vom Kriegsschiff und Flugzeug über den Panzer bis hin zum einfachen Soldaten sollen vernetzt und mit Sensoren ausgestattet werden, um in Echtzeit Lagebilder des Kampfgeschehens zu erstellen und in die Kommandozentralen zu übermitteln. Dieses „gläserne Gefechtsfeld“ soll die militärische Überlegenheit gewährleisten. Aktuelle Rüstungsprojekte der Europäischen Union zielen darüber hinaus auf die Kooperation zwischen bemannten und unbemannten Waffensystemen.
Die hiermit formulierten Ansprüche erfordern eine tiefgreifende Umstrukturierung der Forschungslandschaft und der Rüstungsindustrie. Digitale Systeme müssen dazu in deutlich kürzeren Zyklen entwickelt, getestet, beschafft und für den Einsatz bereitgestellt werden – Wissenschaft, Industrie und Militär deshalb enger kooperieren. Mit der Beschleunigung technologischer Innovationen in der Kriegführung geht ein Trend zum Aufbau einer „permanenten Kriegswirtschaft“ einher.

Das Programm findet sich unter:
http://www.imi-online.de/2019/11/27/imi-kongress-2019-ruestung-digital-neue-technologien-fuer-neue-grossmachtkonflikte/
(Es können selbstverständlich auch nur einzelne Panels und Vorträge besucht werden)

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Enkeltauglich leben und wirtschaften

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Themenabend Dezember: Lateinamerika

Volkszorn und Populismus in Lateinamerika

Lateinamerika ist wieder ein unruhiger Halbkontinent geworden. Von Haiti über Honduras und Ecuador bis hinunter nach Chile gab und gibt Massenproteste und zum Teil bürgerkriegsähnliche Zustände, von der Dauerkrise in Venezuela ganz zu schweigen. Die Auslöser mögen verschieden sein, die Ursachen sind letztlich dieselben und gehen zurück auf die Unabhängigkeit dieser Länder Anfang des 19. Jahrhunderts. Was man damals Republiken nannte, waren in Wahrheit Elitestaaten und sie sind es bis heute geblieben. Diese Eliten herrschen ausschließlich für ihre eigenen Interessen. Von der Entfremdung zwischen der regierenden Elite und dem Volk profitieren – rechte wie linke – Populisten. Und sie sind der tiefere Grund für die Massenproteste der vergangenen Monate.“

Diese These wird der Journalist Toni Keppeler am Themenabend vorstellen, dann gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. In dem aktuellen Vortrag wird er auch auf die aktuelle Situation in Chile, Bolivien und Haiti eingehen.

Toni Keppeler schreibt seit über drei Jahrzehnten über Lateinamerika. Er war Korrespondent verschiedener deutschsprachiger Medien und lehrte Journalismus an der Zentralamerikanischen Universität von San Salvador. Heute ist er freier Journalist in Tübingen und bereist jährlich verschiedene Länder Lateinamerikas. Er arbeitet regelmäßig für Le Monde diplomatique, Frankfurter Rundschau, WOZ und Schweizer Radio SRF.

Dienstag, 03. Dezember 2019 20:00 Uhr
Schlatterhaus, kleiner Saal,Österbergstr. 2, Tübingen
Attac Tübingen: www.attac-tuebingen

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Novemberplenum

Das nächste Plenum findet am Mittwoch, den 13. November  2019 um 19 Uhr im Schlatterhaus statt.
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T-Shirt-Produktion: Ein interaktives Managementplanspiel mit dem Publikum

Wie eine Gemeinwohl-Ökonomie praktisch funktionieren kann und wo die entscheidenden Unterschiede zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem liegen, werden wir in diesem Workshop zusammen ganz praktisch ausprobieren. Dazu schlüpfen Sie als Teilnehmende des Planspiels in die Rolle von Textilproduzierenden. Anhand der Ereignisse im Planspiel werden wir dann über Sinn, Unsinn und Praxistauglichkeit der Gemeinwohlökonomie diskutieren und den Vergleich zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem ziehen.

Samstag, 09.11.2019, 10:00 – 13:00 Uhr
Tübingen, Adolf-Schlatter-Haus, Österbergstr. 2
8,00 € (eine Anmeldung ist nicht erforderlich)

Workshop im Rahmen der regionalen Veranstaltungsreihe
Enkeltauglich leben – Gemeinwohldienlich wirtschaften
Eine Kooperation von Attac Tübingen und der GWÖ-Regionalgruppe Tübingen

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Ethischer Welthandel als Alternative zu Freihandel und Protektionismus

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist ein Ansatz für eine menschenwürdige und nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise. Das erste Ziel des Wirtschaftens ist nicht mehr Profitmaximierung, sondern die Mehrung des „Gemeinwohls“. In Zeiten der Globalisierung stellt sich die Frage, wie so ein gemeinwohl-orientiertes, ethisches Wirtschaftssystem auch auf internationaler Ebene an Bedeutung gewinnen kann. Im Einzelnen gilt es eine Lösung zu finden, wie sich gerechte und solidarische Handelsbeziehungen zwischen dem globalen Norden und dem Süden gestalten lassen. Wie sieht vor diesem Hintergrund ein GWÖ-Handelsabkommen anstelle von TTIP oder CETA aus? Und wie kommen wir insgesamt zu einer ethischen Welthandelsordnung?

Vortrag mit Joachim Langer
im Rahmen der regionalen Veranstaltungsreihe
Enkeltauglich leben – Gemeinwohldienlich wirtschaften
Eine Kooperation von Attac Tübingen, der GWÖ-Regionalgruppe Tübingen und der Volkshochschule Tübingen

Dienstag, 15.10.2019, 19:00
vhs Tübingen, Katharinenstraße 18, Saal

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Oktoberplenum

Das Oktoberplenum findet am Mittwoch, den 9. Oktober 2019 um 19 Uhr im Schlatterhaus statt.

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Themenabend Oktober: Auf dem Weg zum „mitbestimmten Algorithmus“ mit Welf Schröter

Dienstag,  22. Oktober, 20 Uhr, Kleiner Saal, Schlatterhaus, Österbergstr. 2

AUF DEM WEG ZUM „MITBESTIMMTEN ALGORITHMUS“

Kritik einer technikzentrierten Strategie der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“

Foto: Schlotterer

Mit großen Marketing-Begriffen und medialem Hype wird in Tagungen und Kongressen, Messen und Empfängen von der „Künstlichen Intelligenz“ geschwärmt. Nach diesen Auftritten müsste es schon längst „denkende“ Maschinen geben, die die Dinge im Staat lenken könnten, wenn sie dürften. Doch weit gefehlt: Es gibt keine „denkenden“ und
keine „lernenden“ Maschinen. Es gibt auch keine „Maschinenethik“ oder gar „Maschinenmoral“. Was es gibt, sind jedoch sehr anspruchsvolle Entwicklungen in der Software, die aber in der Praxis eher der traditionellen „Assistenztechnik“ gleichen. Was bleibt von der „KI“, wenn man den Marketinganteil wegstreicht? Eine große Herausforderung für die Arbeitswelt und für die Zukunft der Arbeit. Im „Forum Soziale Technikgestaltung“ mit über 4.500 Frauen und Männern aus Betriebs- und Personalräten sowie Belegschaften wird deshalb über die Gestaltbarkeit von Algorithmen und algorithmischen Entscheidungssystemen nachgedacht. Was könnte ein „mitbestimmter Algorithmus“ sein? Nach welchen generischen Kriterien könnten Betriebsräte für die Zulässigkeit sogenannter „autonomer Software-Systeme“ stimmen? – Der Autor ist seit 28 Jahren mit der arbeitsweltlichen Gestaltung der Digitalisierung befasst. Sein Werkstattbericht lädt zur kritischen Mitwirkung ein.

Welf Schröter, Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung, Mitbegründer der „Allianz Industrie 4.0“, Mitbegründer des Netzwerkes „Sozialer Zusammenhalt in digitaler Lebenswelt“, Moderator von www.blog-zukunft-der-arbeit.de

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September-Plenum 11.19.19

Das September-Plenum findet am Mittwoch, den 11. September 2019 im Clubraum im 2. Stock des Schlatterhauses statt. Es wird um die nächsten Themenabende und um die Veranstaltungreihe „Enkeltauglich leben – Gemeinwohldienlich wirtschaften“ gehen.

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