Themenabend April: Podium zu Regionalgeld

Regionalgeld – was ist das? Was bringt das?
Eine Podiumsdiskussion veranstaltet von Attac Tübingen und der Regionalgeldinitiative Tübingen

Dienstag, 25. April 2017, 20 Uhr
Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

Die Idee ist ganz einfach: Menschen tauschen Geld oder Leistungen in eine Regionalwährung und können diese nur in der Region ausgeben. Ebenso müssen teilnehmende Unternehmen die Regiogeld-Einnahmen in der Heimat investieren. Dadurch verspricht man sich Schwung für die lokale Wirtschaft. Doch funktioniert Regionalgeld? Ist es tatsächlich eine sinnvolle Alternative? Wir möchten die Hintergründe der Regiogeldidee, die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten und die bestehende Erfahrungen kritisch und konstruktiv diskutieren. Was kann Regionalgeld leisten und was nicht?

  • Es diskutieren:
    Elisabeth Voß, Betriebswirtin und Autorin aus Berlin mit Schwerpunkt alternative, solidarische, genossenschaftliche Wirtschaftsweisen, sieht Regionalgeld auch kritisch
  • Christian Gelleri, Initiator der Regionalwährung Chiemgauer, der seit 2003 am Chiemsee existiert
  • Marius Hausner, Regiogeldinititive Tübingen, plant die Einführung eines „NeckarTalers“

Flugblatt: regio podium

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Themenabend Mai: Aus kontrolliertem Raubbau

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg und BUND Neckar-Alb

Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren

Buchvorstellung Mit Kathrin Hartmann
Dienstag, 23.05.2017 | 20:00 Uhr

Schlatter-Haus, Tübingen Österbergstraße 2, 72074 Tübingen

Angesichts der Klimakatastrophe ruhen alle Hoffnungen auf der Green Economy, die das Wirtschaften nachhaltig und sozial machen soll. Elektro-Autos statt CO2-Schleudern, Biosprit statt Benzin, Aquakultur statt Überfischung. Subventioniert von der Politik, unterstützt von Umweltorganisationen, ausgezeichnet mit Nachhaltigkeitspreisen. Wirtschaftswachstum und überbordender Konsum, so die frohe Botschaft der sogenannten dritten industriellen Revolution, sind gut für die Welt, solange sie innovativ und intelligent gemacht sind. Die technikbegeisterte Mittelschicht hört das gern.

Doch auch der Rohstoffhunger des grünen Kapitalismus ist riesig: Selbst für nachhaltiges Palmöl, das in Biodiesel und Fertigprodukten steckt, werden Regenwälder gerodet und Menschen vertrieben, wie Kathrin Hartmann in aufrüttelnden Reportagen aus Indonesien zeigt. Ebenfalls schockierend sind ihre Recherchen in Bangladesch: Garnelen aus Zuchtbecken werden mit Öko-Siegeln exportiert, dabei wurden dafür gegen den Willen der Bevölkerung Reisfelder und Mangrovenwälder zerstört. Um den eigenen Hunger zu bekämpfen, zwingt man den Bauern dort Gentechnik-Saatgut auf.

Eine schonungslose Abrechnung mit der Illusion des grünen Wachstums, dem Zynismus von Wirtschaft , Politik und NGO und unserem verschwenderischen Lebensstil.

„«Hartmanns Recherchen liefern eindrückliche Bilder vom Ausmaß der Zerstörungn und zugleich beschämen sie jede Überzeugung, mit ein paar Siegeln auf Verpackungen wäre schon etwas getan.»
Harald Welzer, ZEIT Literatur (26.11.2015)

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März-Plenum

Unser Plenum findet am Mittwoch, den 8.3.17 um 19 Uhr im Clubraum im zweiten Stock des Schlatterhauses statt.
Punkte:
– Rückblick Film im Dt-Frz Institut
– Bus nach Baden-Baden, Mobilisierung, Ablauf
– Themenabend Rügemer 28.3.
– Themenabend Regiogeld 25.4. Ablauf, Ankündigung, etc.
– Veranstaltung Kathrin Hartmann, Ablauf, Büchertisch
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Bus zu Protesten „Global gerecht statt G20!“ beim G20-FinanzminsterInnentreffen am 18.3. in Baden-Baden

Wir unterstützen das Bündnis NoG20 Baden-Baden und mobilisieren zur Demo am Samstag, den 18.3.2017.

Aus Tübingen organisieren wir einen Bus. Er fährt um 10 Uhr am Tübinger Omnibusbahnhof ab und wird vermutlich gegen 18 Uhr zurück sein.

Karten kosten 10 Euro, wer kann, zahlt bitte den Solipreis von 15 Euro. Kartenverkauf im Wahlkreisbüro Heike Hänsel MdB

Flyer zum Ausdrucken: Vorderseite und als Rückseite mit Tübinger Infos:bus badenbaden

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Themenabend März: Private Autobahnen? Mit Werner Rügemer

Attac-Themenabend unterstützt von ver.di Ortsverein Neckar Alb und DGB Kreisverband Tübingen

Dienstag, 28. März 2017 20:00 Uhr

Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

Seit Beginn der 2000er Jahre drängen alle Bundesregierungen schrittweise auf die
Privatisierung des Betriebs der Autobahnen. Das war und ist unabhängig davon, ob
die SPD oder die CSU den Verkehrsminister stell(t)en. 2003 begann es mit Toll
Collect, der LKW-Maut, dem bisher größten Projekt nach dem Muster von Public
Private Partnership (PPP). Danach wurden und werden immer mehr
Autobahnabschnitte – zum Beispiel Bremen – Hamburg – nach demselben PPP-Muster
an private Investoren vergeben: Reparatur, Erweiterung und Betrieb, und zwar für
30 Jahre. Die Verträge sind geheim, Konflikte werden vor privaten
Schiedsgerichten geregelt. Die finanziellen Nachteile für den Staat und die
Steuerzahler sind enorm. Die Demokratie wird ausgeschaltet. Aber die
gegenwärtige Bundesregierung will noch weitergehen: Sie will eine
privatrechtliche Verkehrs-Infrastruktur-Gesellschaft gründen. Sie soll den
gesamten Betrieb der Autobahnen übernehmen, selbständig und ohne Bundestag
planen, Kredite aufnehmen und PPP-Verträge vergeben. Weitere Fernstraßen sollen
dazukommen. Die Bundesländer sollen ihre 12.000 Beschäftigten der jeweiligen
Landesstraßenbau-Verwaltung entlassen. Die Privatgesellschaft kann weitere
Tochterfirmen gründen und z.B. wie Post und Bahn im Ausland tätig werden. Die
jetzt eingeführte Maut für ausländische PkW kann der erste Schritt sein, um auch
deutsche PkW-Fahrer mautpflichtig zu machen – die Pläne liegen in der Schublade.
Dies alles ist Teil von Plänen der Europäischen Kommission und der
Bundesregierung, die gesamte bisherige öffentliche Infrastruktur – auch etwa in
den Kommunen Schulen, Straßen, Wasser- und Abwassernetze und andere
Leitungssysteme – durch private Investoren betreiben zu lassen. Gegen die neue
Welle der Privatisierung, gestützt auf „Schuldenbremse“ und Kürzungspolitik der
„Schwarzen Null“ ist kräftiger Widerstand vonnöten!

Referent Werner Rügemer ist Publizist, Lehrbeauftragter der
Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln. Vorstandsmitglied der
aktion ./. arbeitsunrecht; er gehört zum wissenschaftlichen Beirat von
attacDeutschland und hat die Initiative Gemeingut in BürgerInnenhand(gib) mit
gegründet. Mitglied im Deutschen Schriftstellerverband (Verdi) und im
PEN-Zentrum Deutschland, Initiator eines__Aufrufs gegen das Freihandelsabkommen
TTIPaus Arbeitnehmersicht

Flugblatt: themenabend märz rügemer

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Februar- Plenum

Unser Plenum findet am Mittwoch, den 8.2.17 um 19 Uhr im Clubraum im zweiten Stock des Schlatterhauses statt.
Punkte werden sein:
– Rückblick Regionaltreffen 28.1.
– Veranstaltung zu Autobahnprivatisierung mit Werner Rügemer am 28.3.
– Podium zu Regionalgeld am 25.4.
– …
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Januar-Plenum

Unser Plenum findet am Mittwoch, den 11.1.17 um 19 Uhr im Clubraum im zweiten Stock des Schlatterhauses statt.
Punkte werden sein:
– Veranstaltung zu Autobahnprivatisierung
– Podium zu Regionalgeld
– Veranstaltung zu Grundeinkommen
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Film: Oncle Bernard. L’anti-leçon d’économie

Ein Dokumentarfilm von Richard Brouillette. Mit Bernard Maris und Cabu.

21. Februar 2017 20:15 Uhr, Eintritt frei

Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstraße 25, 72074 Tübingen

In Zusammenarbeit mit ATTAC Tübingen.

Bernard Maris, Wirtschaftswissenschaftler und bekannt als „Oncle Bernard“, wurde beim Anschlag auf Charlie Hebdo am 07. Januar 2015 getötet. Das faszinierende Interview mit ihm wurde im März 2000 als Teil des Dokumentarfilms Encirclement – Neo-Liberalism Ensnares Democracy (Umzingelung – Neo-Liberalismus umgarnt Demokratie) aufgenommen. Freimütig und unverblümt ist dies eine wirkliche „Gegen-Lektion in Wirtschaftswissenschaften“, bei der der Regisseur die lebhaften, prägnanten und harschen Worte des Widerspruchs von Bernard Maris in den Mittelpunkt rückt.

Mit Verstand, Eloquenz und Belesenheit und seiner außerordentlichen Fähigkeit komplexe Sachverhalte zusammenzufassen und aus dem schwierigsten Thema eine aufregende Angelegenheit zu machen, enthüllt „Oncle Bernard“ seine mutigen originellen Gedanken im Verlauf des Interviews – Ideen, die erst recht in dieser Epoche von intellektueller Resignation und ökonomischer Einschränkung wertvoll sind.

Dokumentarfilm, Québec / Catalunya 2015, 79 min, OF mit dt. UT.

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Dezemberplenum

Das Dezemberplenum am 14.12. ist unsere interne Weihnachtsfeier, wir sind nicht wie üblich im Clubraum.

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Themenabend November mit Winfried Wolf: Keine Bahnprivatisierung – wirklich?

Attac-Themenabend November in Zusammenarbeit mit ver.di Ortsverein Neckar-Alb

Keine Bahnprivatisierung – wirklich?

Oder: Wohin die Reise der Deutschen Bahn AG mit neuen Tariferhöhungen, der Einstellung aller Nachtzüge und der beinharten Haltung gegenüber den Forderungen von EVG und GDL geht und was unsere Anforderungen für eine Bürgerbahn & Flächenbahn sind

Dienstag, 22. November 2016, 20:00 Uhr

Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

Eineinhalb Jahre lang erklärten der Vorstand der Deutsche Bahn AG und die
Bundesregierung: Die DB AG braucht dringend rund 2 Milliarden Euro „frisches
Kapital“. Daher werde sie große Teile ihrer Auslandstöchter Schenker und Arriva
verkaufen. Dann wurde klar: Es geht um ganz Anderes – „Investoren“ sollten in
die DB AG hereingeholt und damit die Bahn teilprivatisiert werden. Wie gehabt
1994 bei der Dürr-Bahn unter dem falschen Label „Bahnreform“! Wie versucht 2008
bei der Mehdorn-Bahn mit dem Bahn-Börsengang! Jetzt also mit der Grube-Bahn die
Bahnprivatisierung 3.0 ?

Als sich gegen dieses Projekt neuer Widerstand entwickelte, hieß es im Oktober:
War nicht so gemeint! Luft aus dem Versuchsballon! Und plötzlich entdeckte
Dobrindt in seiner Lederhosentasche 2,4 Milliarden Euro, die er der Deutschen
Bahn AG herüberreichen will. Also ist auch der Kapitalbedarf obsolet –
Entwarnung! Schließlich soll da noch ein anderes Großprojekt, die
Autobahnprivatisierung, durchgepeitscht werden. Und dann naht da die Bundestagswahl.

Wirklich alles im Lot? Macht die eigentlich staatseigene Deutsche Bahn AG unter
Daimler-Grube und Montblanc-Pofalla nicht weiter, als wedle der Schwanz mit dem
Hund? Erneute Preissteigerungen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember! Einstellung
aller Nachtzüge zum selben Termin! Unnachgiebige Haltung bei den aktuellen
Tarifverhandlungen angesichts berechtigter Forderungen von EVG und GDL!
Ignorierung des Berichts des Bundesrechnungshofs zu Stuttgart 21, in dem für das
Projekt eine weitere Kostensteigerung um 50% vorausgesagt und gar festgestellt
wird, S21 erhalte, wenn fertiggebaut, am Ende „möglicherweise keine
Betriebsgenehmigung“!

Und diese Deutsche Bahn AG weiterhin agiert, als wäre sie bereits privatisiert –
welche Forderungen sind zu stellen, damit wir eine bürgernahe, in der Fläche
präsente und soziale Bahn bekommen?

All dies analysiert und darauf antwortet Winfried Wolf, Chefredakteur von
Lunapark21 und verantwortlich für FaktenCheck:EUROPA. Er veröffentlichte 1996
das erste Buch zu Stuttgart21 und ist seither Mitherausgeber von drei weiteren
S21-Büchern (alle bei PapyRossa). Er verfasste ein Dutzend Bücher zum Thema
Eisenbahn/Deutsche Bahn, darunter „Eisenbahn und Autowahn“ (1986/1992),
„Verkehr. Umwelt. Klima, die Globalisierung des Tempowahns“ (2007 und 2009) und
– zusammen mit Bernhard Knierim „Bitte umsteigen! 20 Jahre Bahnreform“ (2014
Schmetterling; Stuttgart).

themenabend_22-11-2016

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