Climate March Tübingen 20.10.2018

Beim Climate March in Tübingen in am 20.10.2018 sprach Heiner Lempp für Attac, hier ist seine Rede:

Vor genau 1 Jahr am 21.Oktober 2017war der erste Climate March in Tübingen – auch damals waren wir und ich von attac Tübingen dabei – jetzt, bei der Vorbereitung für heute ist mir ERICH KÄSTNER eingefallen mit dem Zitat: Es ist nicht immer schön, recht zu behalten.

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Climate March Tübingen 20. Oktober 2018

Wir unterstützen den Climate March am 20.10.18 um 13 Uhr am Europaplatz, Aufruf hier

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Filmpremiere: Der marktgerechte Patient



8.11.2018, 18 Uhr
Kino Arsenal, Hintere Grabenstr. 20 72070 Tübingen

Trailer und Infos unter der-marktgerechte-patient.org

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Oktober-Plenum

A Mittwoch, den 10. Oktober 2018 findet um 19 Uhr im Clubraus (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) unser Plenum statt.
Es wird um den Climate March Tübingen am 20.10.2018, den Film „Der marktgerechte Patient“ in Tübingen am 8.11. um 18:00 Uhr im Kino Arsenal, die attac Aktion Menschenrechte und unsere Themenabende Oktober und November gehen.

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Themenabend Oktober: Menschenrechte in Gefahr

Themenabend Oktober: Menschenrechte in Gefahr

Vortrag und Diskussion mit dem Journalisten Minh Schredle

Dienstag, 23. Oktober 2018, 20 Uhr, Tübingen, Schlatterhaus, Österbergstr. 2

Nach den grausamen Erfahrungen aus zwei Weltkriegen bekannten sich die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Diese sei, wie es im Vorwort heißt, das „von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal“, verbunden mit der Forderung, sich die dort formulierten Freiheiten und Rechte stets gegenwärtig zu halten und ihre „allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung“ zu gewährleisten. Wie ist es, siebzig Jahre später, um die Ansprüche und Grundrechte bestellt, die die Erklärung jedem Menschen unabhängig von Herkunft, Vermögen, Hautfarbe, Geschlecht und Weltbild garantieren will?

42 Prozent der Deutschen können aus dem Stegreif nicht ein einziges Menschenrecht benennen. Die Erklärung fordert viel mehr ein, als Menschen in akuter Lebensgefahr – etwa auf hoher See – zu retten. Sie spricht allen Bürgern dieser Erde das Recht auf Wohlfahrt zu. Auf einen Lebensstandard der Gesundheit und Wohl, Nahrung, Kleidung, Wohnung und ärztliche Versorgung, auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung. Doch während die hier formulierten Ansprüche in der Erklärung der Menschenrechte als „unveräußerlich“ bezeichnet werden, sind sie völkerrechtlich nicht verbindlich.

Journalist Minh Schredle sieht das gemeinsame Ideal aller Nationen durch eine extrem einseitige Wohlstandskonzentration als gefährdet an. // Durch eine extrem einseitige Wohlstandskonzentration ist das gemeinsame Ideal aller Nationen gefährdet.

So würde allein der Betrag, den sich die 500 reichsten Menschen des Planeten im vergangenen Jahr zu ihrem bereits vorhandenen Vermögen dazu verdienten, rechnerisch ausreichen, die 815 000 000 Hungerleidenden sieben Jahre lang mit Nahrung zu versorgen.

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Gescheiterte Globalisierung – Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates

Buchpräsentation von Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt

Gescheiterte Globalisierung – Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates

Dienstag, 27. November 2018, 20 Uhr
Universität Tübingen, Kupferbau, Hörsaal 23, Hölderlinstr. 5

Die Globalisierung war eine wunderbare Idee. Nachdem die große politische Spaltung in Ost und West, in Plan und Markt nach dem Fall der Berliner Mauer überwunden war, schien der friedlichen Kooperation aller Menschen nichts mehr im Wege zu stehen. Warum sollten die Menschen nicht in Freiheit miteinander kommunizieren und arbeiten und damit gemeinsam ihre persönliche Wohlfahrt mehren können?

Die hinter diesem Konzept der Globalisierung stehende Philosophie war denkbar einfach: Würde man nur die nationalen institutionellen Hürden aus dem Weg räumen, bildete sich auf globaler Ebene eine spontane gesellschaftliche Ordnung, in die sich jeder Einzelne nach seinen individuellen Fähigkeiten zum Nutzen aller einbringen könnte.

Es hätte nicht der Wahl eines Präsidenten Trump bedurft, um zu sehen, dass der ökonomische und politische Liberalismus, der die gesamte Welt in den vergangenen vierzig Jahren mehr als jede andere Idee geprägt hat, kläglich gescheitert ist.

Die Unzufriedenheit vieler Menschen, die in der Wahl eines offen reaktionären Präsidenten zum Ausdruck kam, belegt nicht nur die politische Unfähigkeit des Liberalismus, die nötige Balance zwischen Freiheit und Gleichheit zu wahren, sondern vielmehr noch seine Unfähigkeit, die sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge in komplexen modernen Gesellschaften in ihrer Interaktion angemessen zu deuten und darauf basierend tragfähige politische Konzepte zu entwickeln.

Die beiden Autoren belegen diese Thesen zu den Ursachen des Scheiterns der liberalen Globalisierung ausführlich in ihrem Buch. Auf dieser Basis entwickeln sie dann ein wirtschaftspolitisches Fundament, das es erlaubt, die Zusammenarbeit der Nationen zu fördern. Ihre Quintessenz lautet: Der demokratische Nationalstaat braucht eine globale Ordnung und die globale Ordnung braucht handlungsfähige Nationalstaaten.

Heiner Flassbeck ist Honorarprofessor an der Universität Hamburg, war Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekretär im BMF. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Globalisierung, die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung und Geld- und Währungstheorie. Er ist Autor vieler Sachbücher und publiziert regelmäßig zu wirtschaftspolitischen Themen. Zusammen mit seinem Ko-Autor ist er Herausgeber der Zeitschrift Makroskop.

Paul Steinhardt
arbeitete für deutsche Banken und deren Tochtergesellschaften im In- und Ausland in Führungspositionen im Bereich der »Strukturierten Finanzierungen«. Er promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt über Grundlagenfragen einer realistischen Theorie der Marktwirtschaft. Er publiziert u.a. zu Fragen der Geldtheorie und der Finanzmarkt- und Bankenregulierung.

Eine Veranstaltung der
GEW/ver.di-Hochschulgruppe Tübingen,
des DGB-Kreisverbandes Tübingen,
des ver.di. Ortvereins Neckar-Alb
und von Attac Tübingen

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Septemberplenum

Am Mittwoch, den 12. September 2018 findet um 19 Uhr im Clubraus (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) unser Plenum statt. Es wird vor allem um die kommenden Themenabende gehen.

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August-Plenum

Am Mittwoch, den 8. August 2018 findet um 19 Uhr im Clubraus (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) unser Plenum statt.

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Outsourcing, Prekäre Beschäftigung und Niedriglöhne

Bericht von der Podiumsveranstaltung in Juni 2018

Attac, DGB Kreisverband, Tübinger Arbeitslosentreff und ver.di Ortsverein hatten am 26. Juni zum Podium „Outsourcing und Niedriglohnsektor“ geladen. Anlass war die Entlassung der 47 Lastwagen-Fahrer im Rewe-Logistikstandort Bondorf im Oktober letzten Jahres, deren Arbeit von externen Speditionen übernommen wurde. Daraus entstand die Idee, sich mit Outsourcing, und prekären Beschäftigungsverhältnisse und niedrige Löhne zu beschäftigen. Es zeigte sich, dass sie auch in Tübingen leider alltäglich sind und zwar nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch bei öffentlichen Arbeitgebern.

Angela Hauser, Personalratsvorsitzende am Uniklinikum Tübingen berichtete von der Ausgliederung von Küche und Reinigung an die Servicegesellschaft UDO, mit der Folge, dass diese Beschäftigten nun nach schlechteren Tarifverträgen entlohnt werden.

Margrit Paal, Personalratsvorsitzende der Universität legte dar, dass langjährige Befristungen im wissenschaftlichen Bereich inzwischen Standard für über 85 Prozent der Beschäftigten sind. Auch im wissenschaftsunterstützenden und administrativen Bereich steigt die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse.

Gerlinde Strasdeit, ver.di-Ortsvorstandsvorsitzende und Linke-Stadträtin sprach über die Teilausgliederung der städtischen Reinigungskräfte: seit 20 Jahren wurde mit „Einspargedanken“ immer mehr fremdvergeben. Die Beschäftigten – überwiegend Frauen – wurden in prekäre Stellen geschickt: 400-Euro-Jobs, Leiharbeit, ohne Weihnachtsgeld, meist befristet, weniger Urlaub wie im öffentlichen Dienst. Der Personalrat und die Linke-Fraktion haben das immer wieder heftig kritisiert. Für Strasdeit ist klar: Die Kommunen dürfen nicht zu Vorreitern der Tarifflucht und Prekarisierung werden. Die Linke beantragt Jahr für Jahr die Reinigung wieder zu 100% zu kommunalisieren, leider gab es dafür bisher keine Mehrheit.

Helga Fischer berichtete, dass es schwer war und lange dauerte, einen Betriebsrat bei sMAIL zu gründen. Viele Beschäftigte sind Studierende und SchülerInnen und deshalb schwer für die Gewerkschaft anzusprechen. Befristungen und niedrige Löhne führen zu hoher Fluktuation: viele Beschäftigte sind schnell wieder weg, sobald sie etwas besseres finden.

Ein positives Beispiel konnte Strasdeit anführen: die Privatisierung der städtischen Müllabfuhr konnte 2009 u.a. mit einer ver.di-Postkartenaktion verhindert werden.

Klar wurde, dass betriebliches und gewerkschaftliches Engagement wichtig ist, um gute Arbeitsbedingungen durchzusetzen, aber nicht ausreicht. Die Politik müsse Prekarisierung und Niedriglöhnen entgegen wirken, anstatt sie zu beförden z.B. durch Rekommunalisierung, einen (alters-)armutsfesten Mindestlohn von 12 Euro, Befristungen, Leiharbeit und Werkversträge verbieten.

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Juli-Plenum

Statt Juliplenum machen wir ein Sommerfest.

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