Podium: Outsourcing und Niedriglohnsektor

Attac-Themenabend Juni

in Kooperation mit dem Tübinger Arbeitslosen-Treff e.V., ver.di Ortsverein-Neckar-Alb und dem DGB Kreisverband Tübingen

Podium: Outsourcing und Niedriglohnsektor

Dienstag, 26. Juni 2018, , 20,  Uhr
Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

Nicht nur Lastwagenfahrer*innen werden gekündigt und z u  schlechteren Bedingungen bei einer neuen Firma angestellt,auch Reinigungskräfte oder Küchenpersonal, Pflegekräfteoder Entsorger*innen sind gezwungen unter schlechteren Bedingungen eine neue Anstellung zu finden, d. h. sie be­kommen weniger Lohn, weniger Urlaub und haben meist bef­ristete Verträge. Die Liste der Beispiele aus dem öffentlichen wie dem privaten Sektor liesse sich fast beliebig fortführen.

Neben d iesem „Outsourcing“ reiht sich auch die Aushöhlung von Branchentarifverträgen in die neoliberale Wirtschaftspoli­tik mit ein und eine Politik, die die Menschen zwingt jeden Job anzunehmen – ungeachtet der Bedingungen oder des Lohnes.

Für die Arbeitgeber ist die Ausgliederung eine willkommeMöglichkeit, Personalkosten zu sparen. Nach Schätzungen sind mindestens 20 Prozent der Beschäftigten in den Krankenhäusern inzwischen in „Servicegesellschaften“ oder in anderer Form ausgegliedert. Neben den „klassischen“ Out­sourcingbereichen wie Reinigung und Küche betrifft dies in­zwischen auch vermehrt Handwerk und Technik,  Therapeut*innen, Verwaltung/IT, Sozialarbeiter*innen, und bei manchen privaten Anbietern auch die Pflege. So wurde inzwischen ein Niedriglohnsektor aufgebaut und wird weiter ­hin ausgebaut.

Welche Folgen hat Outsourcing für die Belegschaften? Wie wirkt sich der wachsende Niedriglohnsektor aus unsere Ge­sellschaft aus? Und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? Das wollen wir diskutieren mit:

  • Angela Hauser, Personalratsvorsitzende am Uniklinikum Tübingen, wo zahlreiche Beschäftige in die Servicegesellschaft UDO ausgegliedert wurden
  • Margrit Paal, Personalratsvorsitzende der Universität Tübingen, an der es viele Befristungen gibt
  • Gerlinde Strasdeit, ver.di­-Ortsvorstandsvorsitzende und Linke­-Stadträtin in Tübingen, kritisiert die Ausgliederung der städtischen Reinigungskräfte
  • Helga Fischer, Betriebsrätin bei sMAIL, einem privaten Postdienstleister in Tübingen/Reutlingen

Flugblatt: va-outsourcing

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Themenabend Mai- Kathrin Hartmann: Die grüne Lüge

15.05.2018, 20 Uhr, Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstraße 2, Tübingen

Lesung mit Gespräch mit Kathrin Hartmann

 

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Themenabend April: CETA und JEFTA

Attac-Themenabend April

Die fragwürdigen Freihandelsabkommen der Europäischen Union – CETA und JEFTA

Dienstag, 24. April 2018, 20:00 Uhr

Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

Die Diskussion und der öffentliche Protest gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA , abgekürzt TTIP, sind seit etwa einem Jahr verstummt. Angesichts einer sich rasant verändernden Handelspolitik der USA unter der Regierungen Trump kann man davon ausgehen, dass es TTIP, wenn es überhaupt noch einmal zur Neuaufnahme von Verhandlungen kommen sollte, TTIP zumindest nicht mehr in der vorgesehenen Form verwirklicht wird.

Durch die Diskussion um TTIP, aber nicht zuletzt auch durch die intransparente und von Geheimhaltung geprägte Verhandlungsstrategie der EU-Handelskommission, ist das fast parallel zu TTIP entwickelte Handels-und Wirtschaftsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada, lange völlig im Hintergrund geblieben. Erst als Inhalte und Verhandlungsmandat zu CETA öffentlich wurden, richteten sich die Proteste vehement auch gegen dieses Abkommen. Zu diesem Zeitpunkt war CETA aber bereits ausverhandelt und wurde am 30.Oktober 2016 von der EU und Kanada unterzeichnet und mit mehrheitlicher Zustimmung des Europäischen Parlaments am 17.September 2017 vorläufig im Kraft gesetzt. Vorläufig deshalb, weil in einigen Mitgliedsstaaten der EU, darunter auch in Deutschland, Klagen gegen CETA vor den Verfassungsgerichten noch anhängig sind. Entgegen, auch in den Medien, weitverbreiteter Meinung, ist CETA keineswegs unumkehrbar. Es ist im Gegenteil ein ganz anderer Ausgang, bis hin zum Scheitern des gesamten Abkommens, noch möglich.

Der Vortrag wird die Enstehung von CETA darstellen und insbesondere auf die Demokratie-, Umwelt und Verbraucher schädlichen Bestandteile von CETA eingehen und der Auffassung widersprechen, bei CETA sei schon „alles gelaufen“.

Als Reaktion auf die öffentlichen Proteste und die Kritik an der intransparenten und unter Geheimhaltung stattfindenden Verhandlungspolitik bei Freihandelsabkommen der EU-Handelskommission, hat diese reagiert und beteuert, bei laufenden und zukünftigen Verhandlungen eine offenere und informativere Kommunikation mit der Öffentlichkeit pflegen zu wollen. Nichts von diesem Versprechen hatte die Kommission bis dahin eingehalten. Denn weitgehend unbekannt, fanden seit 2013 Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Japan und der Europäische Union, JEFTA genannt, statt. Aber erst nachdem durch Greenpeace Niederlande Mitte 2017 über 200 Seiten Vertragstext zu JEFTA in die Öffentlichkeit gelangt waren, hat auch die EU anschließend detaillierte Informationen und das Verhandlungsmandat zu JEFTA veröffentlicht.

Der Vortrag wird auch JEFTA auf der Grundlage dessen was bekannt ist darstellen und insbesondere auf die mit dem Abkommen verbunden Risiken für Umwelt-und Verbraucherschutz eingehen.

Der Referent Herbert Löhr ist in der Solidaritätsarbeit für Nicaragua und im Peru-Arbeitskreis des Aktionszentrums Arme Welt e.V. Tübingen aktiv.

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Märzplenum

Am Mittwoch, den 14. März 2018 findet um 19 Uhr im Clubraus (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) unser Plenum statt. Es wird auch um die nächsten Themenabende gehen.

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Februarplenum

Am Mittwoch, den 14. Februar 2018 findet um 19 Uhr im Clubraus (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) unser Plenum statt. Es wird auch um die nächsten Themenabende gehen.

Für den Februar wollen wir auf eine Veranstaltung in Reutlingen aufmerksam machen: Am Dienstag, den 27.2. 2018 spricht um 20 Uhr im Franz K.Uwe Krüger zum Thema „Mainstream – Warum wir den Medien nicht mehr trauen“
Mehr Informationen hier.

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Vortrag zu EPAs- Partnerschaft oder europäischer Neo-Kolonialismus ?

Herbert Löhr hat uns die Präsentation zu seinem Vortrag „EPA- Economic Partnership Agreement- Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der Europäischen Union
mit afrikanischen Staaten- Partnerschaft oder europäischer Neo-Kolonialismus?“ zur Verfügung gestellt:

Economic Partnership Agreement 2

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Aufruf an die Grünen: CETA im Bundesrat stoppen!

Seit September wird das europäisch-kanadische Handelsabkommen CETA teilweise vorläufig angewandt, aber dauerhaft in Kraft getreten ist es noch nicht. Dazu muss es von allen Parlamenten sämtlicher EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert werden. In Deutschland bedarf der CETA-Vertrag – der auch von attac abgelehnt wird – der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat. Sagt auch nur ein Parlament nein, ist das Abkommen Geschichte. Angesichts der politischen Kräfteverhältnisse im Bundesrat kommt es ganz entscheidend darauf an, wie sich die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg bei der bevorstehenden CETA-Ratifizierung verhält. Zugespitzt heißt das: Die baden-württembergischen Grünen haben es in der Hand, ob CETA für immer gilt – oder ob das demokratie-, umwelt- und gesundheitsschädliche Abkommen in der Versenkung verschwindet.

Daher unterstützen wir  die Unterschriftensammlung  vom Konstanzer Bündnis für einen gerechten Welthandel – gegen TTIP, CETA & TiSA

https://www.konstanz-gegen-ttip.de/aufruf/

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Januarplenum

Am Mittwoch, den 10. Januar 2018 findet um 19 Uhr im Clubraus (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) unser Plenum statt.

Themen werden sein:
– Themenabend Januar mit Herbert Löhr: Economic Partnership Agreement(EPA)
– Themenabend Februar noch unklar
– Themenabend März eventuell Herbert Löhr zu CETA/JEFTA
– Aktionen zu CETA
– Demo 20. Januar in Tübingen Demonstration für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

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Themenabend Januar

Attac Themenabend Januar:

Economic Partnership Agreement(EPA) – Handelsabkommen der EU mit Afrika

Freitag, 26. Januar 2018, 20:00 Uhr

Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

In den zurückliegenden drei Jahren haben die europaweiten Proteste gegen die Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA in aller Öffentlichkeit die erheblichen demokratischen, sozialen und ökologischen Defizite der EU-Handelspolitik aufgedeckt.

Die Verhandlungen zu TTIP und TiSA ruhen gegenwärtig, während die Ratifizierung von CETA durch die nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten keineswegs gesichert ist.

Die öffentliche Kritik an den Handelsabkommen und Forderungen nach einer tiefgreifenden Reform der EU-Handelspolitik sind bisher ohne Wirkung geblieben. Besonders die Auswirkungen dieser Politik auf die Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika sind bisher in der Öffentlichkeit kaum diskutiert worden, obwohl die Mehrheit aller in Verhandlungsprozessen befindlichen oder schon abgeschlossenen Handelsabkommen mit diesen Ländern vollzogen werden.

Dabei hat die mit diesen Verträgen erzwungene Liberalisierung des Handels und der Abbau von sogen. Handelshemmnissen dort weitaus durchschlagendere Wirkung als in entwickelten Industrieländern.

Dies zeigt sich in aller Deutlichkeit bei den Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, bekannt unter der engl. Abkürzung EPA = Economic Partnership Agreement, welche die EU mit dem Übergewicht ihrer wirtschaftlichen Macht u.a.in den Ländern West- und Ostafrikas und denen des südlichen Afrikas gegen teilweise deren erheblichen Widerstand erzwungen hat. Die EPA Verträge setzen die überwiegend landwirtschaftlich geprägten afrikanischen Länder der Konkurrenz der hochentwickelten europäischen Agrarwirtschaft aus, die, begünstigt durch die Abkommen, sich dort ihrer landwirtschaftlichen Überproduktion entledigt, mit fatalen Folgen für die dortigen lokalen Märkte. Die Absenkung von Importzöllen untergräbt überdies die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Produzenten und vernichtet Existenzen. In den Rohstoffexportierenden afrikanischen Ländern zielt die EU-Handelspolitik darauf ab, Exportzölle zu ihrem Vorteil gänzlich abzuschaffen, Exportbeschränkungen aufzuheben und eine Weiterverarbeitung von Rohstoffen in den jeweiligen Ländern möglichst zu unterbinden.

Die sichtbaren sozialen und ökologischen Folgen der EU-Handelspolitik, mit den EPA-Abkommen auf die Spitze getrieben, zeigen, dass hier die EU ihre eigenen menschenrechtlichen Verpflichtungen, ihre sich selbst auferlegte Armutsbekämpfung und ihre ökologischen Ziele allen verbalen Beteuerung zum Trotz ad absurdum führt.

Der Vortrag stellt dies stellvertretend für viele andere Länder an den Beispielen von Ghana, Kenia und Tansania dar und führt zu der Frage, ob es sich bei den EPA-Abkommen um partnerschaftliche Verträge oder nicht vielmehr um eine Form europäischen Neo-Kolonialismus handelt, die den betroffenen Ländern jede nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit raubt.

Der Referent Herbert Löhr ist in der Solidaritätsarbeit für Nicaragua und im Peru-Arbeitskreis des Aktionszentrums Arme Welt e.V. Tübingen aktiv.

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Schöne Weihnachtszeit und Guten Rutsch

Das Dezemberplenum findet als interne Weihnachtsfeier und nicht im Schlatterhaus statt.

Im nächsten Jahr geht es weiter mit dem Plenum am Mittwoch, den 10. Januar 2018.

Der erste Themenabend ist am Freitag, den 26. Januar: Herbert Löhr wird über Economic Agreements zwischen der EU und afrikanischen Staaten sprechen.

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