Themenabend Januar

Attac Themenabend Januar:

Economic Partnership Agreement(EPA) – Handelsabkommen der EU mit Afrika

Freitag, 26. Januar 2018, 20:00 Uhr

Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

In den zurückliegenden drei Jahren haben die europaweiten Proteste gegen die Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA in aller Öffentlichkeit die erheblichen demokratischen, sozialen und ökologischen Defizite der EU-Handelspolitik aufgedeckt.

Die Verhandlungen zu TTIP und TiSA ruhen gegenwärtig, während die Ratifizierung von CETA durch die nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten keineswegs gesichert ist.

Die öffentliche Kritik an den Handelsabkommen und Forderungen nach einer tiefgreifenden Reform der EU-Handelspolitik sind bisher ohne Wirkung geblieben. Besonders die Auswirkungen dieser Politik auf die Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika sind bisher in der Öffentlichkeit kaum diskutiert worden, obwohl die Mehrheit aller in Verhandlungsprozessen befindlichen oder schon abgeschlossenen Handelsabkommen mit diesen Ländern vollzogen werden.

Dabei hat die mit diesen Verträgen erzwungene Liberalisierung des Handels und der Abbau von sogen. Handelshemmnissen dort weitaus durchschlagendere Wirkung als in entwickelten Industrieländern.

Dies zeigt sich in aller Deutlichkeit bei den Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, bekannt unter der engl. Abkürzung EPA = Economic Partnership Agreement, welche die EU mit dem Übergewicht ihrer wirtschaftlichen Macht u.a.in den Ländern West- und Ostafrikas und denen des südlichen Afrikas gegen teilweise deren erheblichen Widerstand erzwungen hat. Die EPA Verträge setzen die überwiegend landwirtschaftlich geprägten afrikanischen Länder der Konkurrenz der hochentwickelten europäischen Agrarwirtschaft aus, die, begünstigt durch die Abkommen, sich dort ihrer landwirtschaftlichen Überproduktion entledigt, mit fatalen Folgen für die dortigen lokalen Märkte. Die Absenkung von Importzöllen untergräbt überdies die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Produzenten und vernichtet Existenzen. In den Rohstoffexportierenden afrikanischen Ländern zielt die EU-Handelspolitik darauf ab, Exportzölle zu ihrem Vorteil gänzlich abzuschaffen, Exportbeschränkungen aufzuheben und eine Weiterverarbeitung von Rohstoffen in den jeweiligen Ländern möglichst zu unterbinden.

Die sichtbaren sozialen und ökologischen Folgen der EU-Handelspolitik, mit den EPA-Abkommen auf die Spitze getrieben, zeigen, dass hier die EU ihre eigenen menschenrechtlichen Verpflichtungen, ihre sich selbst auferlegte Armutsbekämpfung und ihre ökologischen Ziele allen verbalen Beteuerung zum Trotz ad absurdum führt.

Der Vortrag stellt dies stellvertretend für viele andere Länder an den Beispielen von Ghana, Kenia und Tansania dar und führt zu der Frage, ob es sich bei den EPA-Abkommen um partnerschaftliche Verträge oder nicht vielmehr um eine Form europäischen Neo-Kolonialismus handelt, die den betroffenen Ländern jede nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit raubt.

Der Referent Herbert Löhr ist in der Solidaritätsarbeit für Nicaragua und im Peru-Arbeitskreis des Aktionszentrums Arme Welt e.V. Tübingen aktiv.

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Schöne Weihnachtszeit und Guten Rutsch

Das Dezemberplenum findet als interne Weihnachtsfeier und nicht im Schlatterhaus statt.

Im nächsten Jahr geht es weiter mit dem Plenum am Mittwoch, den 10. Januar 2018.

Der erste Themenabend ist am Freitag, den 26. Januar: Herbert Löhr wird über Economic Agreements zwischen der EU und afrikanischen Staaten sprechen.

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18./19.11. IMI-Kongress 2017: Krieg im Informationsraum

Attac Tübingen unterstützt wie jedes Jahr den IMI-Kongress

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„Die griechische Tragödie: Rebellion, Kapitulation, Ausverkauf“

Winfried Wolf stellt die aktuelle Situation in Griechenland in einen historischen Kontext. Er skizziert die deutsch-griechischen Beziehungen bis ins Jahr 1941 nach, als die Wehrmacht das Land besetzte. Seither wurden griechische Forderungen nach Wiedergutmachung durch Deutschland stets abgelehnt. Stattdessen herrscht heute eine maßgeblich durch Deutschland vorangetriebene Austeritätspolitik gegenüber Griechenland – mit immer gravierenderen Folgen für den Alltag der Griechinnen und Griechen.

Vortrag von und Diskussion mit Winfried Wolf (Journalist, Politikwissenschaftler, Mitherausgeber der Zeitschrift „FaktenCheck: Hellas/Europa“)

Tübingen, Adolf-Schlatter-Haus (kleiner Saal), 29.11.2017, 20 Uhr

Eine Veranstaltung der Gruppe ZAK³ In Kooperation mit Attac

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Novemberplenum am 8.11.17

Am Mittwoch, den 8. November 2017 findet um 19 Uhr im Clubraum (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) unser Plenum statt.

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Themenabend November: E -Mobilität

*Mobilität mit Elektroauto?
Zukunftstaugliche Wege von A nach B*

Dienstag, 28. November 2017, 20:00 Uhr

Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

Unsere Zukunft: Weiter wie bisher, nur mit Elektroauto. Wäre tatsächlich alles
gut, wenn Autos keinen Auspuff hätten?

Es ist kompliziert, leider. Elektroautos haben vielerlei – auch ökologische –
Schwachstellen. Mindestens so schwer wiegt aber, dass sie die Diskussion über
eine zukunftsfähige Verkehrspolitik verhindern. Wollen wir tatsächlich noch mehr
Umwelt mit Straßen und Abstellflächen versiegeln? Noch mehr PKWs produzieren und
noch mehr Güter auf der Straße transportieren? Auch der Diesel-Skandal wird
instrumentalisiert, um dem Elektroauto zum Durchbruch zu verhelfen. Die
Verlärmung und Verödung von Innenstädten und deren Blechlawinen-Ästhetik ist
ebenso wenig Thema wie die Kasernierung von Kindern auf Innenhöfen, Spielplätzen
oder Kinderzimmern „aus Sicherheitsgründen“ oder die Zersiedlung und das
Zerschneiden von Naturräumen. Nicht nur die Grünen waren da schon weiter.

Zukunftsfähige Verkehrspolitik kann nicht heißen, stur auf Elektromobilität zu
setzen und nebenbei die Finanzierung von Autobahnen zu privatisieren durch ÖPP
Projekte (Öffentlich Private Partnerschaften). Wie kann eine zukunftsfähige und
ökologische Verkehrspolitik Menschen dabei unterstützen, ihren Weg von A nach B
zu erreichen – sozial- und umweltgerecht. Viele Berufspendler fahren immer die
gleichen Strecken, haben immer ihr gleiches Ziel, allerdings werden die Abstände
zwischen Wohnort und Arbeitsplatz immer größer. Warum ist das so? Und was ist
mit dem Lastwagenverkehr?

Ist es möglich, den motorisierten Individualverkehr zu erschweren, aber z.B.
Buslinien schneller zu machen, damit der Autofahrer nur vom Auto auf den Bus
umsteigen kann und er somit sein Ziel schneller erreicht als mit seinem Auto?
Ist es vielleicht sogar möglich, dass dies bequem und somit zustimmungsfähig
sein könnte?

Unser Referent bejaht diese These – Er wird die Fußangeln und Vorzüge des
Elektroantriebs ausführlich betrachten: Huldigung und Verteufelung sind fehl am
Platz. Harald Klimenta plädiert für einen umfassenden Blick auf die
Mobilitätsbedürfnisse unterschiedlicher Altersgruppen und Bevölkerungsschichten,
er fragt nach den Entstehungsgründen von Verkehr und diskutiert Lösungen, die
weder utopisch noch teuer, sondern einfach nur notwendig und machbar sind.

*Harald Klimenta* ist ist Physiker, lebt in Regensburg, ist Autor und Mitglied
im Wissenschaftlichen Beirat von Attac

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Redebeitrag Climate March in Tübingen am 21.10.2017

Kundgebung beim Climate March in Tübingen am 21.10.2017 (Eingangsrede Heiner Lempp von attac Tübingen)

Gut, dass Ihr da seid – gut dass WIR jetzt wieder Themen setzen
Zum Glück ist der „Wahlkampf“ vorbei , in dem – so habe ich es im Gemeinschaftskundeunterricht gelernt – die Parteien im Wettstreit um die besten Zukunftsideen die Zustimmung der Bevölkerung suchen sollen.

Habt Ihr davon etwas gemerkt? Habt Ihr beim „Duell Kanzlerin – Kanzlerkandidat“ im Fernsehen auch nur 1 Wort zu den global überlebenswichtigen Fragen gehört. Es ist nicht einmal, nicht einmal das beschönigende Wort „Klimawandel“ für die Erdüberhitzung gefallen, die ja nicht in ferner Zukunft auf uns zukommt, sondern in der wir schon mittendrin stecken – mit hunderttausendfach tödlichen Folgen – wenn auch noch nicht in Berlin und Tübingen, aber weltweit; und fernsehnachrichtentaugliche Ausläufer haben in diesen Wochen nun auch Irland und Portugal erreicht.
Und sollen , wollen wir uns nun die nächsten Wochen von Jamaika-Spielchen unterhalten lassen: ob ein gewisser Herr Lindner oder der „türkische Schwabe“ Cem Özdemir Außenminister wird? Wohin man eine fachpolitische Null wie Herrn Dobrindt abschiebt, der die letzten 4 Jahre Verkehrsminister spielen durfte, oder wie man das Draußenhalten von Kriegs- und Klima-Flüchtenden am geschicktesten verbrämt? NEIN! Die Organisatoren dieser Kundgebung, Ihr und hoffentlich viele und immer mehr müssen die Fragen in die Öffentlichkeit tragen, die im Zusammenhang mit der UN_Weltklima-Konferenz in Bonn im November, 2 Jahre nach dem Pariser Klima-Abkommen hoffentlich lautstark zur Sprache kommen:

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Themenabend Oktober: Arbeit 4.0 – was bedeutet das?

Attac-Themenabend Oktober unterstützt vom DGB KV Tübingen und dem Tübinger Arbeistlosentreff TAT E. V:

*Dienstag, 24. Oktober 2017 *20:00 Uhr*

*Schlatterhaus, kleiner Saal,* *Österbergstr. 2, Tübingen*

Arbeit 4.0 oder auch Industrie 4.0 sind in aller Munde. Nehmen uns morgen die
Roboter die Arbeit weg? Und wenn es so wäre, wäre das wirklich schlimm? Gibt es
nicht genügend Tätigkeiten, die kaum jemand aus innerer Motivation macht? Seit
HartzIV sind die Arbeitskräfte in Deutschland so billig und gefügig gemacht
worden, dass mancherlei technisch längst mögliche Rationalisierung unterbleibt,
weil Menschen für die Jobs noch billiger sind. Sollte das nicht aufhören?

Andererseits ist offensichtlich genügend zu tun in dieser Gesellschaft, das bis
heute unterbleibt, weil es nicht bezahlt wird. Vorrangig zu nennen wäre hier der
notwendige Ausbau bzw. die Erneuerung öffentlicher Infrastruktur. Pflege- und
Sorgearbeit unterbleibt zwar nicht, wird aber vorwiegend von Frauen unbezahlt
gemacht. Es gäbe also noch viel zu tun.

Aber wollen wir jede Betreuung von Menschen professionalisieren? Und was
bedeutet es für diesen Bereich, dass auch hier eine Übertragung zahlreicher
Tätigkeiten an Maschinen unmittelbar bevorsteht? Überhaupt sind es nicht mehr in
erster Linie die einfachen Tätigkeiten, die von einer neuen Welle der
Rationalisierung bedroht sind, sondern Aufgaben, die bisher von hoch
qualifiziertem Personal erledigt wurden.

Vieles ist also nach wie vor offen. Welche Tätigkeiten werden wirklich
maschinisiert? Wie viele Arbeitsplätze schafft oder vernichtet dieser Prozess im
Saldo? Lassen sich Vorschläge wie radikale Arbeitszeitverkürzung oder
bedingungsloses Grundeinkommen als Lösungen des Problems verstehen? Umfassende
Diskussionen stehen an, denn große Veränderungen wird es geben, auch wenn
ungewiss ist, welche. Sicher ist angesichts dessen allerdings, dass eine
demoratische Meinungsbildung dringen notwendig ist.

Dazu will die Veranstaltung beitragen.

Referent ist *Werner Rätz,*der sich bei der Informationsstelle Lateinamerika in
Bonn und bei attac Deutschland engagiert.

Flugblattt: Arbeit 4.0 Werner Rätz 24.10.17-korr

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September-Plenum

Am Mittwoch, den 13. September 2017 findet um 19 Uhr im Clubraum (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) unser Plenum statt.

Themen werden sein:
– Planung Infostand zu Reichtum Umverteilen am 16.9. auf der Neckarbrücke
– Koordination der Themenabende

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August-Plenum

Am Mittwoch, den 9. August 2017 machen wir um 19 Uhr im Clubraus (oben im Schlatterhaus, Österbergstr. 2) ein kurzes Plenum, bei dem es vor allem um Reichtum Umverteilen gehen wird.

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